Mittwoch, 12. Juli 2017

REZENSION: DER VERSCHWUNDENE MR. DAVENHEIM




Der verschwundene Mr. Davenheim und weitere Kriminalgeschichten mit Hercule Poirot



Titel: Der verschwundene Mr. Davenheim


Autor: Agatha Christie

Laufzeit: 3h 6min

Bewertung: 3.75 ☆

erhältlich: als Hörbuch-CD ( 9.99€ )   und zwar hier

Inhalt: Hercule Poirot ist sich seiner Sache sicher: Um den abgetauchten Mr. Davenheim wiederzufinden, wettet er mit seinem Freund Hastings, dass er nur eine Woche dazu braucht ihn aufzuspüren – ohne sich aus seinem Sessel zu erheben. In einem anderen Fall eilt ihm sein Ruf voraus: Poirot steigt aufgrund einer Autopanne in einem Gasthof ab und wird gebeten, eine verschwundene Frau wiederzufinden. Selbstverständlich eine Kleinigkeit für den belgischen Meisterdetektiv.

Enthält:
"Der verschwundene Mr. Davenheim", "Die arkadische Hirschkuh", "Der Gürtel der Hippolyta", "Vierundzwanzig Schwarzdrosseln", "Poirot geht stehlen", "Lasst Blumen sprechen"

meine Meinung: Besonders schön ist einfach die Sprache. Das ist so n bisschen "Alte-Schule" und total fein.
Da könnte ich wirklich stundenlang zuhören, auch wenn es nicht so spannend und mitreißend wäre, wie es aber ist.
Agatha Christie schreibt nicht blutig und grausam, sondern beschäftigt sich viel mehr mit der gewitzten und intelligenten Aufklärung. Daher definitiv für all diejenigen etwas, denen nicht am Ekel- bzw. Gruselgefühl gelegen ist, sondern die auch gerne mit- und um die Ecke denken.

Die Länge der Kurgeschichten eignet sich außerdem perfekt für eine Bügel-Session und dadurch, dass es verschiedene Kurzgeschichten sind, ist es natürlich auch super abwechslungsreich und man verliert nicht den Faden, wenn man nur immer mal 20 Minuten lang hört.
Würde ich weiterempfehlen, ich habs gemocht :-)

Samstag, 10. Juni 2017

REZENSION: BEDENKE, WAS DU TUST



Bedenke, was du tust

Titel: Bedenke, was du tust

Autor: Elizabeth George

Laufzeit: 20h 35min

Bewertung: 3

erhältlich: als mp3-CD ( 9,99€ ) und zwar hier  und als Taschenbuch ( 9,99€ ) und gebundene Ausgabe ( 24,99€ ) zur gebundenen Ausgabe

Inhalt: Barbara Havers folgt am liebsten ihrem Instinkt, Regeln und Vorschriften interessieren sie wenig. Nach ihren letzten Alleingängen hat sie aber keinen guten Stand bei ihrer Chefin Isabelle Ardery. Ein falscher Schritt und sie könnte strafversetzt werden. Mit Unterstützung von DI Thomas Lynley will sie ihrer Chefin beweisen, dass sie ein guter Detective ist. Da kommt es ihr gerade gelegen, dass sich in Cambridge ein mysteriöser Todesfall ereignet hat: Die Bestsellerautorin Clare Abbott wurde tot in ihrem Hotelzimmer aufgefunden. Aber war es überhaupt ein Mord? Clares Freundin und Lektorin Rory Statham glaubt jedenfalls nicht an einen natürlichen Tod. Auch Barbara hat das Gefühl, dass es im Verborgenen einen Gegenspieler gibt, der einem perfiden Plan folgt – ein Gefühl, das bestätigt wird, als sie Rory kurz darauf mit dem Tod ringend in ihrer Wohnung auffindet ...

meine Meinung: Zu Beginn der Geschichte werden alle Charaktere lang und breit vorgestellt. Das ist einerseits cool, weil man sich den Personen dann gleich viel näher fühlt und wenn man die Geschichte anhört, gibt es an der Einführung sicher nichts auszusetzen, wenn man das aber liest, könnte es schon etwas zu viel und zu lang sein. Also mir persönlich wäre es hundertprozentig zu lange gewesen.

Über die handelnden Ermittler und deren Veränderung oder oder oder, weiß ich leider nichts zu sagen, weil ich quasi quereingestiegen bin und das der erste Inspector-Lynley-Roman ist, den ich angehört habe.

Jedenfalls fand ich die Ausarbeitung der einzelnen Charaktere sehr gut und auch ziemlich tiefgründig, die Handlung an sich solide und so mittelmäßig spannend. Zum Ende hin gab es da noch so die ein oder andere Wendung, die das Ganze noch mal etwas aufregender gemacht hat.

Insgesamt würde ich die Geschichte als Hörbuch empfehlen, aber zum Lesen wäre sie mir sicher zu lang und auch zu langatmig. Zum Anhören echt okay, selbst lesen stelle ich mir hier schon fast anstrengend vor.

Samstag, 3. Juni 2017

REZENSION: UND JETZT LASS UNS TANZEN




Und jetzt lass uns tanzen



Titel: Und jetzt lass uns tanzen

Autor: Karine Lambert

Seiten: 222

Bewertung: 3.75

erhältlich: als gebundene Ausgabe ( 17,99€ )    und zwar hier

Inhalt: Beinahe wären sie einander nie begegnet: Marcel, der den Sternenhimmel liebt, und Marguerite, die nur dem Tag Schönheit abgewinnen kann. Er, für den nur die Freiheit zählt, und sie, die ausnahmslos allen Regeln folgt. Doch dann verlieren beide ihre langjährigen Ehepartner. An diesem Wendepunkt in ihrem Leben treffen Marguerite und Marcel aufeinander und stellen überrascht fest, dass sie über die gleichen Dinge lachen. Wagen sie es auch, noch einmal zu lieben?

meine Meinung: Am Anfang erfährt man auf wenigen Seiten einiges über Marcel und Marguerite, ihre vorherigen Ehen und wie diese sie als Menschen beeinflusst haben. Dann lernen die beiden sich kennen und Karine Lambert beschreibt herrlich leicht und angenehm dieses Annähern und gewöhnen an einen anderen Menschen.
Schön fand ich, dass die verstorbenen Ehepartner trotzdem immer mal wieder zur Sprache kommen und die Protagonisten sich auch an sie erinnern, um sie trauern und sie - trotz neuer Liebe - vermissen. Ich fand das total realistisch, so wie das gesamte Verhältnis zwischen Marcel und Marguerite. So ruhig und zärtlich und verständnisvoll wurde noch über keine Beziehung beschrieben, da kommt so richtig dieses "Alte-Schule-Gefühl"auf und ich liebe das.
Alles in allem ist dieses Buch extrem hoffnungsvoll, eine zweite Chance, ein zweiter Halt, tief berührend und schlicht und einfach wunderschön.

Samstag, 27. Mai 2017

REZENSION: DIE GESCHICHTE DER BIENEN




Die Geschichte der Bienen





Titel: Die Geschichte der Bienen

Autor: Maja Lunde

Seiten: 508

Bewertung: 4

erhältlich: als gebundene Ausgabe ( 20,00€ )      und zwar hier

Inhalt: England im Jahr 1852: Der Biologe und Samenhändler William kann seit Wochen das Bett nicht verlassen. Als Forscher sieht er sich gescheitert, sein Mentor Rahm hat sich abgewendet, und das Geschäft liegt brach. Doch dann kommt er auf eine Idee, die alles verändern könnte – die Idee für einen völlig neuartigen Bienenstock.

Ohio, USA im Jahr 2007: Der Imker George arbeitet hart für seinen Traum. Der Hof soll größer werden, sein Sohn Tom eines Tages übernehmen. Tom aber träumt vom Journalismus. Bis eines Tages das Unglaubliche geschieht: Die Bienen verschwinden.

China, im Jahr 2098: Die Arbeiterin Tao bestäubt von Hand Bäume, denn Bienen gibt es längst nicht mehr. Mehr als alles andere wünscht sie sich ein besseres Leben für ihren Sohn Wei-Wen. Als der jedoch einen mysteriösen Unfall hat, steht plötzlich alles auf dem Spiel: das Leben ihres Kindes und die Zukunft der Menschheit.

Wie alles mit allem zusammenhängt: Mitreißend und ergreifend erzählt Maja Lunde von Verlust und Hoffnung, vom Miteinander der Generationen und dem unsichtbaren Band zwischen der Geschichte der Menschen und der Geschichte der Bienen. Sie stellt einige der drängendsten Fragen unserer Zeit: Wie gehen wir um mit der Natur und ihren Geschöpfen? Welche Zukunft hinterlassen wir unseren Kindern? Wofür sind wir bereit zu kämpfen?


meine Meinung: Extrem gut. 
Dieses Buch hat mich nicht nur zum Nachdenken, sondern vor allem zum Umdenken gebracht.
Die Autorin verknüpft geschickt Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft und lässt einen so, die Konsequenzen, die dieses umweltfeindliche Verhalten definitiv haben wird, schon in der virtuellen Welt erfahren.
Ich mochte die Art, wie die Autorin mich hat lernen lassen. Zwischen den Zeilen und ganz in Ruhe, habe ich so viele Dinge erfahren, über die ich noch nachsinnen möchte.
Und auch der Stil, in dem die Probleme der Zukunft geschildert wurden, hat mir sehr gut gefallen. Das war meiner Ansicht nach nicht horrorapokalyptisch oder an den Haaren herbei gezogen sondern fundiert, nüchtern und realistisch veranschaulicht.
Genau richtig einfach. Man kriegt keine Angst vor dem, das da kommt, aber man denkt um und einem wird bewusst, was jede noch so kleine Tat für (verheerende) Folgen haben kann.
Auf so ein Buch hab ich gewartet. Danke dafür und LIES ES!

Freitag, 26. Mai 2017

REZENSION: DAS ACHTSAMKEITS-ZEICHENBUCH



Das Achtsamkeits-Zeichenbuch






Titel: Das Achtsamkeits-Zeichenbuch

Autor: Barrington Barber

Seiten: 96

Bewertung: 3

erhältlich: als Taschenbuch ( 7.99 € )       und zwar hier

Inhalt:
Meditatives Zeichnen leicht gemacht
Mit diesem einzigartigen und innovativen Zeichenbuch kann jeder seine kreativen Fähigkeiten entwickeln. Gleichzeitig erlaubt die Konzentration beim Zeichnen, die Umwelt auszublenden, sich zu entspannen und zur inneren Ruhe zu gelangen. Wie dies geht, zeigt der bekannte Zeichenguru Barrington Barber in seinem neuesten Werk. So entstehen Mandalas, dekorative Bilder, Formen und Muster, die durch die Natur inspiriert sind und sich nach Fertigstellung perfekt zum Ausmalen eignen.

meine Meinung: Ausgehend vom Cover, nahm ich an, es würde sich hier ausschließlich oder zumindest größtenteils um Anleitungen zu Mandalas drehen.
Tut es aber garnicht.
Es beginnt alles mit ganz einfachen Linien und Mustern und geht dann über zu naturinspirierten Ornamenten.
Die Hinweise des Autors sind nicht zu ausführlich und ich persönlich empfand sie als hilfreich.
So führt er durch Formen, Schraffur und Ornamenten bis hin zu den Ausmalbildern und Mandalas und weist auch immer wieder auf das Entspannen und Konzentrieren auf die Bleistiftspitze hin, was nach einer Zeit wirklich eine meditative Form annimmt.
Mithilfe dieses Buchs, bin ich zwar kein Picasso, habe aber schöne, entspannte Stunden verbracht und wieder etwas dazugelernt.
Ich würde es liebevoll als Level 2 des ganzen "Malbuch-für-Erwachsene" - Hypes bezeichnen und es all denen, die auch den zweiten Schritt gehen möchten, wärmstens empfehlen.

Sonntag, 23. April 2017

REZENSION: OMA PACKT AUS


Oma packt aus




Titel: Oma packt aus

Autor: Brigite Kanitz

Seiten: 320

Bewertung: 2.75

erhältlich: als Taschenbuch ( 8.99€ )      und zwar hier

Inhalt: Seit die perfekt gestylte Großstadtpflanze Nele in die Lüneburger Heide und in den Schoß ihrer Familie zurückgekehrt ist, überschlagen sich die Ereignisse. Kaum wird ein Geheimnis gelüftet, schon sitzt Nele samt Oma, Großtante und der riesigen Dogge Rüdiger im VW-Bus auf dem Weg nach Süditalien. Einzig ihr Liebster Paul glänzt durch Abwesenheit. Doch zum Glück ist sie bald viel zu beschäftigt, um sich darüber Gedanken zu machen: Während sie versucht, eine verzwickte Geschichte aufzuklären, überfrisst sich Rüdiger an Tiramisu, und Oma zwingt den Dorfarzt mit dem Küchenmesser zur Notbehandlung …

meine Meinung: Dieses Buch hat mir auf jeden Fall ein paar Stunden gute Laune und Entspannung eingebracht. Für eine nette Zwischendurchlektüre ist es allerbestens geeignet!

Mit viel Witz und Drama versehen wird Neles Lebensabschnitt geschildert. Dabei werden noch mehr Familiengeheimnisse gelüftet und man begibt sich mit ihr auf eine emotionale Berg- und Talfahrt was Liebe und Verwandtschaft betrifft.
Teilweise kam mir die dramatische Seite an der Geschichte total an den Haaren herbei gezogen vor. Da wurde immer noch was drauf gesetzt, verzwickte Situationen wurden noch einmal verkompliziert und alle 30 Seiten später erleidet die Protagonistin einen noch schlimmeren Schicksalsschlag als zuvor.
Besonders realitätsnah geht es in "Oma packt aus" also nicht zu, unterhalten konnte es mich aber ganz gut und war mir ein treuer Gutelaunemacher in zehn verschnupften Grippetagen.

Wer es nicht unbedingt superrealistisch braucht und sich von der Geschichte einfach nur berieseln lassen möchte, der dürfte hiermit bestens bedient sein!

Samstag, 1. April 2017

LESEMONAT MÄRZ 2O17











1. Dornenmädchen




Autor: Karen Rose

Seiten: 877

Bewertung: 4.25

Inhalt: Gnadenlos gejagt von einem Stalker, flieht Faith an den Ort, der ihr seit ihrer Kindheit Alpträume bereitet: in das abgeschiedene, leerstehende Herrenhaus ihrer Familie, in dem ihre Mutter vor 23 Jahren Selbstmord beging. Hier will sie unter neuer Identität einen Neuanfang wagen. Doch was sie in dem alten Anwesen erwartet, übertrifft all ihre Ängste. Auf der Zufahrtstraße dorthin taumelt ihr eine schlimm zugerichtete, nackte junge Frau vors Auto. Bei den anschließenden Ermittlungen stößt das FBI unter dem Kellerboden der Villa auf sorgfältig präparierte Frauenleichen. FBI-Agent Deacon Novak zweifelt an Faith‘ Unschuld, doch gleichzeitig fasziniert ihn die hübsche Zeugin. Gemeinsam betreten sie einen düsteren Pfad, der weit in Faith‘ Vergangenheit führt.

meine Meinung: Das Cover finde ich auf jeden Fall total stilvoll und gut gewählt.
Am Anfang war mir die Geschichte fast etwas zu krass, ich hab da etwa 15 Seiten übersprungen, weil ich zu zart besaitet bin. Danach blieb es spannend, war aber nicht mehr so blutrünstig. Für mich persönlich perfekt!
Ich mag diese grausamen Ausführungen einfach nicht.
Etwas nervig fand ich, dass die Protagonistin Faith als jemand mit extremen Helfersyndrom dargestellt wurde, was ich selbst als total unglaubwürdig empfunden habe. Egoistisch handeln und dann dieses pseudodramatisches "ach-wär-doch-ich-und-nicht-all-die-anderen-tot-blablabla!" - mochte ich nicht.
Auch das Nachgeplänkel war mir etwas zu lange, da fällt es schon schwer noch 70 Seiten zu lesen, wenn der Schuldige gefunden und der Fall eben geklärt ist.
Dennoch spannend und ausführlich aber größtenteils ohne Längen, lesenswert!




2. Zwei für immer

Autor: Andy Jones

Seiten: 430

Bewertung: 4

Inhalt: Als er Ivy begegnet, ist Fisher wie vom Blitz getroffen, und bald ist er sich sicher, dass aus der Sache etwas werden könnte. Noch weiß keiner der beiden, dass die Entscheidung über ihre Zukunft längst gefallen ist: Ivy ist schwanger. Doch während das neue Leben in Ivy heranwächst, muss sich Fisher um seinen schwer erkrankten Freund El kümmern. Und Ivy und Fisher sind immer noch damit beschäftigt, sich kennenzulernen. Denn es ist eine Sache, sich zu verlieben – miteinander zu leben ist eine ganz andere Geschichte …

meine Meinung: Der Schreibstil hat mir extrem gut gefallen, der war einfach supercute! Ich würde ihn als John Green für Erwachsene bezeichnen, also ein bisschen gesetzter, aber ähnlich emotional und ... naja süß eben!
Der Protagonist hat liebenswerte und nervige Seiten, einfach n menschlicher Typ, der das Herz am rechten Fleck hat. Die 430 Seiten durch seine Augen zu sehen und zu erleben macht auf jeden Fall Spaß und da ist er auch allemal sympathisch genug zu!
Die Story selbst würde ich als Wohlfühlgeschichte für zwischendurch bezeichnen und sie als solche auch empfehlen.




3. Der Geschmack der Sehnsucht



Autor: Kim Thúy

Seiten: 143

Bewertung: 2

Inhalt: In den Wirren des vietnamesischen Bürgerkriegs wird ein junges Mädchen weitergereicht; erst bei der dritten »Mutter«, einer Lehrerin, findet Mãn ein Zuhause. Doch dann entscheidet sich auch die neue Mutter, sie in die Ferne zu schicken: in eine arrangierte Ehe mit einem älteren Mann, der nach Kanada ausgewandert ist. Zuerst nimmt die junge Frau die neue Heimat nur durch die Luke der kleinen Suppenküche wahr, die dem ungleichen Paar den Lebensunterhalt sichert. Doch dann besinnt sie sich auf ein Vermächtnis, das ihr die Mutter mitgegeben hat: die Kunst des Kochens, die Sprache der Gewürze, die zugleich die der Sehnsucht ist und in der jedes Kraut, jede Zutat eine besondere Bedeutung hat, eine Geschichte erzählt. Bald werden sie und ihre Kunst entdeckt – und mit dem Erfolg entdeckt sie sich selbst, findet eine neue Sprache, in der auch Wünsche und Sehnsüchte zu Wort kommen dürfen. Bis sie schließlich einem anderen »Fremden« begegnet und eine so überraschende wie unbedingte Liebe ihr die Möglichkeit eines neuen Lebens aufzeigt. In Kim Thúys berührendem Exilroman verbindet sich der Duft der Gewürze mit der Sehnsucht nach einem Leben, das die Möglichkeit der Liebe einschließt.

meine Meinung: Ich denke, ich hab die Geschichte überhaupt nicht begriffen. Mir ging da alles viel zu schnell, die wörtliche Rede und einige Ausschmückungen an der ein oder anderen Stelle, haben mir defintiv gefehlt. So kam mir die ganze Geschichte einfach wie im Zeitraffer vor, wie ein Schnelldurchlauf ihrer selbst.
Da kommen Emotionen natürlich so gut wie gar nicht rüber und deswegen habe ich auch das Gefühl, die eigentliche Message der Geschichte, nicht herausgelesen zu haben.
Hat mir darum leider nicht so gut gefallen.



4. Es wid keine Helden geben


Autor: Anna Seidl

Seiten: 252

Bewertung: 3

Inhalt: Berührend, fesselnd, unfassbar: Wenn nichts mehr ist, wie es war. Kurz, nachdem es zur Pause geläutet hat, hört Miriam einen Schuss. Zunächst versteht niemand, was eigentlich passiert ist, aber dann herrschen Chaos und nackte Angst. Matias, ein Schüler aus ihrer Parallelklasse, schießt um sich. Auch Miriams Freund Tobi wird tödlich getroffen. Miriam überlebt - aber sie fragt sich, ob das Leben ohne Tobi und mit den ständig wiederkehrenden Albträumen überhaupt noch einen Sinn hat. Waren sie und ihre Mitschüler Schuld an der Katastrophe?

meine Meinung: Das Durchschnittsalter der Zielgruppe hab ich schätzungsweise deutlich überschritten!
Also ich fühl mich für die Story einfach zu alt.
Der Roman befasst sich weniger mit dem Amoklauf an sich, sondern viel mehr um die Trauerbewältigung und die Erkenntnis einer gewissen Mitschuld.
Denn die Protagonistin hat nicht unwesentlich daran mitgewirkt, dass es dem Amokläufer immer schlechter gegangen ist, er sich nicht respektiert gefühlt hat und seinen Mitschülern gegenüber Hassgefühle entwickelt hat.
Für das, was sie angerichtet hat, kam mir diese Erkenntnis aber viel zu spät und auch zu lasch.
Generell erst mal nichts verwerflich daran zu finden, über jemanden zu lachen und ihn zu erniedrigen, ist schon fragwürdig und 100 Seiten später dieses " Ich habe meinen Teil dazu beigetragen " reicht da einfach nicht aus.
Es sind auch immer wieder pseudopoetische Phasen eingebaut, in denen die Protagonistin über das weiter leben, die Trauer, ihr Leben nach der Tragödie pipapo sinniert. Auch die waren mir einfac zu oberflächlich.
Für Aussagen wie : Kopf hoch, das Leben geht weiter etc. muss man nicht erst einen Amoklauf durchstehen.
Mit 14, 15 gefällt einem die Geschichte höchstwahrscheinlich besser und nimmt einen auch eher mit, falls hier aber irgendwie davor gewarnt werden sollte, andere runter zu machen oder sie respektlos zu behandeln, finde ich das nicht gut gemacht.
Also ich glaube nicht, dass ein Teenager, der andere auslacht und das dann liest über sein Verhalten nachdenkt und endlich mal damit aufhört.
Dafür ist die Geschichte leider zu oberflächlich und lasch.




5. Immer Ärger mit Opa

Autor: Brigitte Kanitz

Seiten: 320

Bewertung: 2.75

Inhalt: Die Wahlgroßstädterin Nele kehrt nach Jahren zurück in die Lüneburger Heide. Im Gepäck hat sie Tränen um den frisch verstorbenen Opa. Und seine Asche – die sie prompt im ICE vergisst. Daheim sind Oma und Großtante in heftigem Streit über den Grabstein entbrannt, und Neles Mutter verschwindet auf einen Selbstfindungstrip. Zu allem Überfluss erwartet Neles Jugendliebe Karl sie sehnsüchtig, dabei träumt sie doch von Paul, Opas attraktivem Anwalt – der ihr zudem noch ein paar Familiengeheimnisse enthüllt …

meine Meinungfindest du hier




6. Nacktschnecken

Autor: Rebecca Martin

Seiten: 368

Bewertung: 4

Inhalt: In der Beziehung von Nora und Paul stimmt etwas nicht. Seit Jahren sind sie zusammen, und objektiv betrachtet müssten sie ein glückliches junges Paar sein. Doch die Rollenbilder, die sie sich auferlegt haben, bekommen mit der Zeit ernsthafte Risse und Kratzer. Aber nicht nur emotional stehen sie zunehmend vor Problemen. Auch körperlich scheinen sie sich zu verlieren. Nacktschnecken erzählt von alltäglicher Beziehungsarbeit und verborgenen Wünschen. Wie nebenbei werden auch die eigenen Ansprüche an das Selbstverständnis als junge Frau im Hier und Jetzt verhandelt. In einer Zeit, in der Widersprüche unvermeidbar sind.

meine Meinung: Fand ich ganz realistisch. Ich mochte die Protagonistin, die war einfach echt. Ihre Art mit Liebe umzugehen mochte ich auch. Irgendwie selbstbewusst und ein kleines bisschen egoistisch, aber auch ängstlich. Ich persönlich konnte mich ganz oft wieder finden, in ihrer Art zu hoffen, zu lieben und zu streiten.
Ich glaube, es ist nicht für 14 - 17jährige, da liest man glaub ich lieber Colleen-Hoover-typische Liebesgeschichten, mit viel Romantik und Happy End.
Rebecca Martin ist das etwas anders angegangen. Die anfänglich extremverliebte Zeit wird überhaupt nicht beschrieben, es geht mehr um das Auf und Ab, die Höhen und Tiefen, wie sich die Wogen wieder glätten oder man auch mal einen Schlussstrich ziehen muss.
Mochte ich.