Samstag, 11. November 2017

REZENSION: DAS HAUS OHNE MÄNNER





Titel:
Das Haus ohne Männer

Autor: Karine Lambert

Seiten: 240

Bewertung:  3 ☆

erhältlich: als Taschenbuch ( 9.99€ )

Inhalt: Keine Männer – das ist die Regel. Die Bewohnerinnen eines verwunschenen Hauses mitten in Paris haben der Liebe abgeschworen. Kater Jean-Pierre ist das einzige männliche Wesen, dem sie Zutritt zu ihrer Welt gestatten. Als die junge Juliette einzieht, stellt sie das Leben der unterschiedlichen Frauen auf die Probe. Denn sie hat die Liebe noch nicht aus ihrem Herzen verbannt …

meine Meinung: Von dieser Lektüre habe ich mir viel verschmitztes Lächeln, ein bisschen nachdenklich werden, gute Gründe, auf Männer zu verzichten und einfach gute Unterhaltung erwartet.
Was ich - abgesehen von den guten Gründen - auch alles bekommen habe.
Mich hätte es gefreut, wenn auf dieses Keine-Männer-Thema noch mehr eingegangen worden wäre.

An und für sich sind es definitiv nachvollziehbare Aspekte, aber da die ganze Geschichte auf dieser besonderen Begebenheit fußt, hätte das gerne noch ein bisschen mehr hervorstechen und näher ausgeführt werden dürfen.
Ansonsten ist es aber eine sehr schöne, süße Geschichte, die einen regnerischen Herbsttag doch ein bisschen sonnig macht.
Freut euch auf ein bisschen Witz und ein paar Stunden, die im Flug vergehen und probiert "Das Haus ohne Männer" aus.


Montag, 16. Oktober 2017

REZENSION: MR. WIDOWS KATZENVERLEIH




9783426654309







Titel: Mr. Widows Katzenverleih

Autorin: Antonia Michaelis

Seiten: 443

erhältlich: als gebundene Ausgabe ( 19,99€ )    und zwar hier

Bewertung: 3.5

Inhalt:In ihrem ebenso charmanten wie originellen Roman über eine Wahl-Familie der besonderen Art schafft Antonia Michaelis einmal mehr eine zeitlos anrührende Atmosphäre und verzaubert mit ihrer Poesie und ihrem ganz besonderen Ton. Voller Lebensklugheit, mit einem Ensemble von Träumern und Individualisten und vor allem mit ganz besonderen Katzen ist „Mr. Widows Katzenverleih“ eine Liebes-Erklärung an die Katze als solche und ein Lesegenuss voller großartiger sprachlicher Bilder und Gedanken, die im Gedächtnis bleiben.

In seinem alten Haus mit dem verwunschenen Garten mitten in der Großstadt verleiht der alte Mr. Widow samtpfotige Stubentiger an Menschen, die zu viel oder auch zu wenig haben, um das sie sich sorgen müssen. Je nach Bedarf verbreiten seine Katzen von Behaglichkeit bis Chaos vor allem eines: Glück. Eines Abends entdeckt Mr. Widow in einer Mülltonne neben einem Wurf neugeborener Kätzchen eine schwangere junge Frau, und auf einmal sieht er sein beschauliches Leben auf den Kopf gestellt. Denn vor irgendetwas scheint die junge Frau auf der Flucht zu sein …

In diesem wunderbaren Roman rund um Katzen, Freundschaft und Liebe, Familien und ihre Geheimnisse beweist Antonia Michaelis erneut, dass sie keine gewöhnlichen Geschichten schreibt, sondern mit jedem Buch etwas Besonderes schafft, das lange im Kopf und im Herzen der Leser bleibt.


meine Meinung: So märchenhaft und außergewöhnlich die Geschichte beginnt, so viel Tiefgang und Spannung liegt auch in ihr verborgen.
Auf den ersten Seiten - noch ganz andächtig und verzaubert - von Antonias lyrischem Schreiben, hätte ich mit einem so nervenaufreibendem Ende gar nicht gerechnet.


Wir erleben mit Nancy zusammen, dass sich ein Leben immer zum besseren wenden kann, Katzen heilende Kräfte haben, was wahre Freundschaft wert ist und man immer Hoffnung haben kann.
Ich bin sehr gerne in diesen Roman eingetaucht und habe mich gefühlt, als würde ich Schaufester bummeln und in jedem Fenster würde eine kurze Sequenz Leben abgespielt werden.
Antonia Michaelis fängt so schöne und aussagekräftige Szenen ein und gibt sie in ihrer einzigartig poetischen Sprache wieder.
Ein Genuss und eine wundervolle Lektüre für stürmische Herbstabende!

Altersempfehlung: ab zwölf Jahren.

Dienstag, 26. September 2017

REZENSION: EINIGE DINGE, DIE ICH ÜBER MEINE FRAU WEIß


Einige Dinge, die ich über meine Frau weiß



Titel: Einige Dinge, die ich über meine Frau weiß

Autor: Vladimir Kaminer

Laufzeit: 2 Std 22 Min

Bewertung: 3.5

erhältlich:
als Hörbuch-CD ( 16,99€ )    und zwar hier

Inhalt: Wer versteht schon die Frauen? Für Männer sind sie unergründlich. Und doch ist ein Mann zumindest einer Frau auf die Spur gekommen. Seiner eigenen. Für Wladimir Kaminer ist Olga ein offenes Buch. Oder doch nicht? Er weiß zwar, dass sie gern strickt. Aber wann und warum aus einer Socke erst eine Jacke und dann ein Teppich wird? Ein Rätsel. Weshalb Schuhe gegen Erkältungen helfen und eine Handtasche gegen Winterdepressionen? Nicht nur für Ärzte ein Mysterium. Dass ihr Garten das reinste Paradies ist, liegt an Olgas grünem Daumen. Warum sie aber so viele Pflanzen sammelt, dass sie halb Brandenburg damit verschönern könnte – mit bloßem Verstand nicht zu erklären. Es bleiben also Fragen. Aber vielleicht muss man Frauen auch gar nicht verstehen. Es reicht völlig, wenn man sie liebt ...

Kaminers charmante Autorenlesungen machen den großen Reiz seiner Hörbücher aus!

meine Meinung: Grundsätzlich bevorzuge ich immer die Bücher zu lesen, nur hier nicht. Soweit ich weiß liest Vladimir Kaminer seine Bücher alle selbst ein und das ist einfach zu grandios.
Ich höre ihm total gerne zu und glaube, dass durch seine Betonung und diesen wunderbaren Dialekt die Geschichte erst so richtig lebendig wird. Für mich zumindest.
Hörbücher, die von den Autoren selbst gelesen werden, sind mir sowieso die allerliebsten. Das ist auf jeden Fall ein Pluspunkt.

Die Geschichten selbst waren wie immer total witzig und unterhaltsam, allerdings etwas anders als gedacht.
Vom Titel und der Aufmachung her, hatte ich einen Roman erwartet, in dem es um die liebenswerten Seiten seiner Frau geht, natürlich auch liebevoll erzählt und einige Dinge, die ihm als Ehemann auch nach vielen Jahren des verheiratetseins dennoch ein Mysterium bleiben.
Bekommen habe ich eher Erzählungen witziger Begebenheiten, was natürlich auch schön zu hören ist, aber ich hatte mir irgendwie so eine Art Liebeserklärung in seinem Stil erwartet.

Wenn man das weiß und sich darauf einstellt, ist das ganze wirklich ein Genuss und wärmstens zu empfehlen.

Sonntag, 6. August 2017

REZENSION: QUATER LIFE POETRY



Quarter Life Poetry




Titel: Quater Life Poetry

Autorin: Samantha Jayne

Seiten: 175

Bewertung: 2.75

erhältlich: als Taschenbuch ( 9,00€ )     und zwar hier

Inhalt: Samantha Jayne weiß, dass das Leben nach der Uni alles andere als glamourös ist. Während alle anderen Kinder kriegen, den Traumjob ergattern und den Studienkredit abbezahlen, spricht ihre Poetry mit kongenialen Illustrationen für alle, die verstanden haben, dass das hier nicht »die besten Jahre deines Lebens« sind. Quarter Life Poetry zeigt die Struggles einer Generation zwischen Dating-Apps, ziemlich mittelmäßigem Sex und schlecht bezahlten Jobs. Einer Generation, die so witzig, cool und selbstironisch an sich zweifelt, wie es noch keine vor ihr getan hat.

meine Meinung: Eine sehr kurze und erfrischende Lektüre. In Reimform und mit witzigen Karikaturen untermalt, beschäftigt sich die Autorin mit den Problemen der Mitzwanziger und trifft dabei meinen Geschmack so lala.
Das Poesie-Level hat mir einfach nicht so getaugt.
Besonders mochte ich allerdings die feministischen Ansichten, die dann und wann vertreten waren. Da sind zum Beispiel Aussagen wie, ist mir egal ob ich eine tolle Bikinifigur habe, ich hab jetzt Lust auf den Hamburger und basta!
Das finde ich echt klasse, nur bin ich für die anderen 'Problemchen' wohl doch noch etwas zu jung. Mir steht mein Studium ja gerade erst bevor und für diese Lektüre sollte man schon in den letzten Zügen sein oder es vor Kurzem beendet haben.

Fazit: Als Anfangzwanzigjähriger ganz witzig, man kann sich nur nicht hundertprozentig hineinversetzen. Für diejenigen, die schon etwas älter sind, ist es aber ganz sicher was und eignet sich auch super als Geschenk!

Mittwoch, 12. Juli 2017

REZENSION: DER VERSCHWUNDENE MR. DAVENHEIM




Der verschwundene Mr. Davenheim und weitere Kriminalgeschichten mit Hercule Poirot



Titel: Der verschwundene Mr. Davenheim


Autor: Agatha Christie

Laufzeit: 3h 6min

Bewertung: 3.75 ☆

erhältlich: als Hörbuch-CD ( 9.99€ )   und zwar hier

Inhalt: Hercule Poirot ist sich seiner Sache sicher: Um den abgetauchten Mr. Davenheim wiederzufinden, wettet er mit seinem Freund Hastings, dass er nur eine Woche dazu braucht ihn aufzuspüren – ohne sich aus seinem Sessel zu erheben. In einem anderen Fall eilt ihm sein Ruf voraus: Poirot steigt aufgrund einer Autopanne in einem Gasthof ab und wird gebeten, eine verschwundene Frau wiederzufinden. Selbstverständlich eine Kleinigkeit für den belgischen Meisterdetektiv.

Enthält:
"Der verschwundene Mr. Davenheim", "Die arkadische Hirschkuh", "Der Gürtel der Hippolyta", "Vierundzwanzig Schwarzdrosseln", "Poirot geht stehlen", "Lasst Blumen sprechen"

meine Meinung: Besonders schön ist einfach die Sprache. Das ist so n bisschen "Alte-Schule" und total fein.
Da könnte ich wirklich stundenlang zuhören, auch wenn es nicht so spannend und mitreißend wäre, wie es aber ist.
Agatha Christie schreibt nicht blutig und grausam, sondern beschäftigt sich viel mehr mit der gewitzten und intelligenten Aufklärung. Daher definitiv für all diejenigen etwas, denen nicht am Ekel- bzw. Gruselgefühl gelegen ist, sondern die auch gerne mit- und um die Ecke denken.

Die Länge der Kurgeschichten eignet sich außerdem perfekt für eine Bügel-Session und dadurch, dass es verschiedene Kurzgeschichten sind, ist es natürlich auch super abwechslungsreich und man verliert nicht den Faden, wenn man nur immer mal 20 Minuten lang hört.
Würde ich weiterempfehlen, ich habs gemocht :-)

Samstag, 10. Juni 2017

REZENSION: BEDENKE, WAS DU TUST



Bedenke, was du tust

Titel: Bedenke, was du tust

Autor: Elizabeth George

Laufzeit: 20h 35min

Bewertung: 3

erhältlich: als mp3-CD ( 9,99€ ) und zwar hier  und als Taschenbuch ( 9,99€ ) und gebundene Ausgabe ( 24,99€ ) zur gebundenen Ausgabe

Inhalt: Barbara Havers folgt am liebsten ihrem Instinkt, Regeln und Vorschriften interessieren sie wenig. Nach ihren letzten Alleingängen hat sie aber keinen guten Stand bei ihrer Chefin Isabelle Ardery. Ein falscher Schritt und sie könnte strafversetzt werden. Mit Unterstützung von DI Thomas Lynley will sie ihrer Chefin beweisen, dass sie ein guter Detective ist. Da kommt es ihr gerade gelegen, dass sich in Cambridge ein mysteriöser Todesfall ereignet hat: Die Bestsellerautorin Clare Abbott wurde tot in ihrem Hotelzimmer aufgefunden. Aber war es überhaupt ein Mord? Clares Freundin und Lektorin Rory Statham glaubt jedenfalls nicht an einen natürlichen Tod. Auch Barbara hat das Gefühl, dass es im Verborgenen einen Gegenspieler gibt, der einem perfiden Plan folgt – ein Gefühl, das bestätigt wird, als sie Rory kurz darauf mit dem Tod ringend in ihrer Wohnung auffindet ...

meine Meinung: Zu Beginn der Geschichte werden alle Charaktere lang und breit vorgestellt. Das ist einerseits cool, weil man sich den Personen dann gleich viel näher fühlt und wenn man die Geschichte anhört, gibt es an der Einführung sicher nichts auszusetzen, wenn man das aber liest, könnte es schon etwas zu viel und zu lang sein. Also mir persönlich wäre es hundertprozentig zu lange gewesen.

Über die handelnden Ermittler und deren Veränderung oder oder oder, weiß ich leider nichts zu sagen, weil ich quasi quereingestiegen bin und das der erste Inspector-Lynley-Roman ist, den ich angehört habe.

Jedenfalls fand ich die Ausarbeitung der einzelnen Charaktere sehr gut und auch ziemlich tiefgründig, die Handlung an sich solide und so mittelmäßig spannend. Zum Ende hin gab es da noch so die ein oder andere Wendung, die das Ganze noch mal etwas aufregender gemacht hat.

Insgesamt würde ich die Geschichte als Hörbuch empfehlen, aber zum Lesen wäre sie mir sicher zu lang und auch zu langatmig. Zum Anhören echt okay, selbst lesen stelle ich mir hier schon fast anstrengend vor.

Samstag, 3. Juni 2017

REZENSION: UND JETZT LASS UNS TANZEN




Und jetzt lass uns tanzen



Titel: Und jetzt lass uns tanzen

Autor: Karine Lambert

Seiten: 222

Bewertung: 3.75

erhältlich: als gebundene Ausgabe ( 17,99€ )    und zwar hier

Inhalt: Beinahe wären sie einander nie begegnet: Marcel, der den Sternenhimmel liebt, und Marguerite, die nur dem Tag Schönheit abgewinnen kann. Er, für den nur die Freiheit zählt, und sie, die ausnahmslos allen Regeln folgt. Doch dann verlieren beide ihre langjährigen Ehepartner. An diesem Wendepunkt in ihrem Leben treffen Marguerite und Marcel aufeinander und stellen überrascht fest, dass sie über die gleichen Dinge lachen. Wagen sie es auch, noch einmal zu lieben?

meine Meinung: Am Anfang erfährt man auf wenigen Seiten einiges über Marcel und Marguerite, ihre vorherigen Ehen und wie diese sie als Menschen beeinflusst haben. Dann lernen die beiden sich kennen und Karine Lambert beschreibt herrlich leicht und angenehm dieses Annähern und gewöhnen an einen anderen Menschen.
Schön fand ich, dass die verstorbenen Ehepartner trotzdem immer mal wieder zur Sprache kommen und die Protagonisten sich auch an sie erinnern, um sie trauern und sie - trotz neuer Liebe - vermissen. Ich fand das total realistisch, so wie das gesamte Verhältnis zwischen Marcel und Marguerite. So ruhig und zärtlich und verständnisvoll wurde noch über keine Beziehung beschrieben, da kommt so richtig dieses "Alte-Schule-Gefühl"auf und ich liebe das.
Alles in allem ist dieses Buch extrem hoffnungsvoll, eine zweite Chance, ein zweiter Halt, tief berührend und schlicht und einfach wunderschön.